Versiegelung durch Klebstoff

Neue Klebstoffe, beispielsweise Venaseal®, das mit dem bekannten „Sekundenkleber“ Cyanoacrylat® chemisch verwandt ist, werden mit Hilfe von Kathetern in erkrankte Stammvenen injiziert. Als Folge werden die Venen recht zuverlässig verschlossen und zugleich verkleinert. Diese Massnahme kann ohne lokale Betäubung erfolgen unter der Voraussetzung, dass man auf die bisher meistens in gleicher Sitzung durchgeführte Entfernung sichtbarer Astvarizen durch Phlebektomie verzichtet.

Die Ergebnisse sind bei ausgewählten Patienten mit weniger fortgeschrittenen Krampfadern zufriedenstellend. Allerdings bleibt mit dem Klebstoff sozusagen ein Fremdkörper im Gewebe zurück. Nicht selten treten nach der Behandlung Venenentzündungen auf. In den USA ist Venaseal bisher auch gar nicht zum Gebrauch zugelassen. Im Gegensatz dazu sind dort thermischen Verfahren längst etabliert und zur Standard-Behandlung avanciert. Dennoch werden zukunftsorientierte Venen-Spezialisten für weitere Entwicklungen Augen und Ohren offen halten – auch für Klebstoffe.