Chirurgische Therapie (Stripping)

Die bisher am meisten verbreitete Behandlung ist die chirurgische Entfernung der krankhaft veränderten Venen durch "Stripping". Dabei werden die erkrankten Stammvenen mit Hilfe eines Drahtes aufgefädelt und aus dem Gewebe entfernt. Der schädigende Reflux wird so ausgeschaltet und das Blut kann über gesunde Venen leichter zum Herzen zurückfliessen. Diese sind jedenfalls in genügender Zahl vorhanden.

Durchführung

Diese Operation wird in der Regel im Spital durchgeführt, meistens in Spinalanästhesie (Rückenmarksnarkose) oder Vollnarkose. Unsere stationären Eingriffe erfolgen in der Klinik Hirslanden, Witellikerstrasse 40, Zürich, oder der Klinik Pyramide am See, Bellerivestrasse 34, Zürich.

Stripping der vena saphena magna (operative Entfernung einer krankhaften Vene)

Wir eröffnen die Leiste über einen ca. 2cm langen Schnitt und legen die Vena saphena magna (VSM) frei. Ihre Seitenäste werden ligiert (abgebunden) und entfernt. Die VSM ligieren wir vor der Einmündung in die tiefe Vene und durchtrennen sie. Nun schieben wir den "Stripper", einen Draht mit Verdickungen an den Enden, in der Lichtung der VSM von Leiste bis zum Knie oder bis zum Sprunggelenk. Danach wird die VSM mit dem Draht aus dem Körper herausgezogen. Die Seitenäste werden über 1-2 mm lange Stichinzisionen mit Hilfe von Häkchen aus dem Gewebe entfernt. Zum Schluss wird die Leiste durch (unsichtbare, selbstauflösende) Nähte verschlossen.

Nachbehandlung

Kompressionsstrümpfe für 2 Wochen, um Nachblutungen und Schwellungen entgegen zu wirken.

Risiko und Nebenwirkungen

Am häufigsten treten Blutergüsse (Hämatome) mit Verhärtungen und blauen Flecken auf. Diese verschwinden spontan nach wenigen Wochen. Verletzungen von Hautnerven können zu Missemfpindungen in bestimmten Hautarealen führen. Diese erholen sich meist im Laufe von Monaten.